ordnen


ordnen

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ord|nen ['ɔrdnən] <tr.; hat:
1. in eine bestimmte Reihenfolge, einen bestimmten Zusammenhang bringen:
Briefmarken, Papiere ordnen; etwas chronologisch, der Reihe nach, sorgfältig ordnen.
Syn.: anordnen.
2. [wieder] in einen ordentlichen Zustand bringen:
seine Haare, Kleider ordnen.
3. in ordentlicher, angemessener, der erforderlichen, richtigen Weise regeln:
seinen Nachlass ordnen; einen geordneten Geschäftsablauf sichern; in geordneten Verhältnissen leben.
Syn.: regeln.
4. <+ sich> sich in einer bestimmten Reihenfolge aufstellen:
die Kinder ordnen sich zum Festzug.

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ọrd|nen 〈V. tr.; hatin (eine bestimmte) Ordnung, in die richtige Reihenfolge bringen, sortieren ● seine Angelegenheiten \ordnen regeln; seine Gedanken \ordnen; sich das Haar \ordnen; Gegenstände in den Fächern, auf dem Schreibtisch \ordnen alle an ihren bestimmten Platz tun; in Gruppen \ordnen; Blumen in der Vase \ordnen; geordneter Rückzug 〈Mil.〉; es herrschen wieder geordnete Verhältnisse Ruhe u. Ordnung; in geordneten Verhältnissen leben in klaren, übersichtlichen V. [<ahd. ordinon <lat. ordinare]

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ọrd|nen <sw. V.; hat [mhd. ordenen, ahd. ordinōn < lat. ordinare, ordinieren]:
1.
a) (etw., was Bestandteil einer bestimmten Menge ist) in einer bestimmten Weise in eine bestimmte, für das Genannte vorgesehene Reihenfolge, Lage o. Ä. bringen; anordnen:
Bücher, Akten o.;
etw. chronologisch, nach dem Alphabet o.;
Blumen zu einem Strauß o.;
b) (etw., was in einem bestimmten abstrakten Zusammenhang steht) nach bestimmten Gesichtspunkten, Überlegungen, Vorstellungen o. Ä. systematisieren, übersichtlich zusammenfassen:
seine Gedanken o.;
der ordnende Verstand;
c) (etw., was in Unordnung geraten ist) in einen ordentlichen Zustand bringen:
seinen Anzug o.
2. in ordentlicher, angemessener, der erforderlichen, richtigen Weise regeln:
seinen Nachlass o.;
<meist im 2. Part.:> in geordneten Verhältnissen leben.
3. <o. + sich> sich in einer bestimmten Reihenfolge aufstellen; sich formieren:
sich zum Festzug o.;
Ü alles hatte sich sinnvoll geordnet (zusammengefügt).

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ọrd|nen <sw. V.; hat [mhd. ordenen, ahd. ordinōn < lat. ordinare, ↑ordinieren]: 1. a) (etw., was Bestandteil einer bestimmten Menge ist) in einer bestimmten Weise in eine bestimmte, für das Genannte vorgesehene Reihenfolge, Lage o. Ä. bringen; anordnen: Bücher, Akten o.; Auch ordne ich mitten unter der Schreibarbeit immer wieder Papiere (Stern, Mann 81); etw. chronologisch, sorgfältig, der Größe nach, nach dem Alphabet o.; Blumen zu einem Strauß o.; das Material in die Mappen o. (nach einer bestimmten Ordnung hineintun); Sie ordnete das Geschirr in die Spülmaschine (ordnete es ein; Handke, Frau 70); mit ihrem Instrumentiertisch, auf dem die Instrumente fein säuberlich geordnet liegen (Hackethal, Schneide 30); b) (etw., was in einem bestimmten abstrakten Zusammenhang steht) nach bestimmten Gesichtspunkten, Überlegungen, Vorstellungen o. Ä. systematisieren, übersichtlich zusammenfassen: seine Gedanken o.; der Islam, der ... alle Aspekte des bürgerlichen Lebens ... ordnet (Dönhoff, Ära 164); der ordnende Verstand; c) (etw., was in Unordnung geraten ist) in einen ordentlichen Zustand bringen: seinen Anzug, die Kleider o.; sie versuchte, ihr wirres Haar zu o.; Kris ordnete gelassen seine Mähne (Freizeitmagazin 12, 1978, 10). 2. in ordentlicher, angemessener, der erforderlichen, richtigen Weise regeln: seinen Nachlass o.; <meist im 2. Part.:> einen geordneten Geschäftsablauf sichern; in geordneten Verhältnissen leben; ein geordneter (Milit.; planmäßiger) Rückzug. 3. <o. + sich> sich in einer bestimmten Reihenfolge aufstellen; sich formieren: sich zum Festzug o.; der Demonstrationszug ordnet sich; Ü alles hatte sich sinnvoll geordnet (zusammengefügt). 4. anordnen: Weiter wurde ... für ewige Zeiten beschlossen und geordnet: ... (Hebbel, Agnes Bernauer III, 13).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • ordnen — ordnen: Das Verb (mhd. ordenen, ahd. ordinōn »in Ordnung bringen, gehörig einrichten; anordnen usw.«) ist aus lat. ordinare »in Reihen zusammenstellen, ordnen; anordnen« entlehnt. Dies ist von lat. ordo (ordinis) »Reihe; Ordnung; Rang, Stand«… …   Das Herkunftswörterbuch

  • ordnen — Vsw std. (9. Jh.), mhd. ordenen, ahd. ordinōn Entlehnung. Entlehnt aus l. ōrdināre ordnen , zu l. ōrdo (ōrdinis) Ordnung . Abstraktum: Ordnung; Nomen agentis: Ordner.    Ebenso nndl. ordenen, ne. put in order, nfrz. ordonner, nschw. ordna, nnorw …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • ordnen — V. (Grundstufe) in Ordnung bringen Synonym: sortieren Beispiele: Ich muss noch die Sachen auf dem Schreibtisch ordnen. Ich habe meine Bücher alphabetisch geordnet …   Extremes Deutsch

  • ordnen — ↑assortieren, ↑regulieren, ↑rubrizieren, ↑situieren, ↑sortieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • ordnen — [Aufbauwortschatz (Rating 1500 3200)] Auch: • anordnen • arrangieren Bsp.: • Sie ordnete die Blumen auf dem Tisch …   Deutsch Wörterbuch

  • ordnen — ordnen, ordnet, ordnete, hat geordnet Letztes Wochenende habe ich meine Papiere geordnet …   Deutsch-Test für Zuwanderer

  • ordnen — ọrd·nen; ordnete, hat geordnet; [Vt] 1 etwas (Kollekt od Pl) (irgendwie) ordnen Dinge in eine bestimmte Reihenfolge oder an ihre Plätze bringen, sodass sie leicht zu finden sind: seine Briefmarkensammlung nach Ländern ordnen; die Bücher nach… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • ordnen — 1. a) anordnen, arrangieren, [auf]reihen, sortieren. b) durchgliedern, einordnen, gliedern, strukturieren; (bildungsspr.): systematisieren. c) an seinen Platz räumen, aufräumen, wegräumen; (ugs.): in Ordnung bringen; (landsch.): rangieren; (bes.… …   Das Wörterbuch der Synonyme

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